Jakobsweg - Erika Laurent Jakobsweg - Erika Laurent Jakobsweg - Erika Laurent Jakobsweg - Erika Laurent Jakobsweg - Erika Laurent
  AUF DEM INNEREN WEG SEIN      

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Geh, auch wenn dein Geist nicht weiß,
wohin deine Füße dein Herz führen.
Geh, seit deiner Geburt bist du auf dem Weg.
Geh, eine Begegnung wartet auf Dich.
Mit wem? Vielleicht mit dir selbst,
mit dem Heiligtum im Innersten deines Herzens,
mit der Liebe.

(Klicken Sie auf die Bilder, um eine Vergrößerung zu sehen)
Abri unterwegs...
Bevor ich mich im Frühjahr 2004 das erste Mal auf den Jakobsweg in Spanien machte, habe ich nichts themenbezogen gelesen oder angeschaut. Nur die Mindestinfos über km, Jahreszeit und Rucksackinhalt. Ich wollte keine fremden Bilder oder Vorstellungen in mir tragen, wollte meinen Rhythmus finden, wollte anschauen und zulassen was kommt, wenn man sich Schritt für Schritt auf einen unbekannten Weg einläßt. Ich wollte mir die Zeit nehmen, achtsam hinzuhorchen, was gerade dran ist.
Figuren in Asterein Figuren in Asterein - Ausschnitt
So schenkten mir z.B. die vielen Wegweiser mit den gelben Pfeilen, die "flechas amarillas" ein tiefes Gefühl von Geführtsein und Vertrauen. Die abendlichen Pilgermessen und gemeinsamen Gebete in den verschiedenen Sprachen haben mich tiefe Verbundenheit spüren lassen. Ich begriff, wie wenig man wirklich braucht im Leben und was eigentlich wesentlich ist. In den vielen gotischen Gotteshäusern, der Weite der Landschaft und in den sternenklaren Nächten konnte ich die Energie spüren, die uns im Alltag oft verschlossen bleibt, obwohl sie uns hier genauso umgibt.
San Nicola Castrojerez
Ziemlich verwundert und erfüllt wollte ich nach meiner ersten Heimkehr im Juni 04 diese Dankbarkeit teilen oder weitergeben – so entstand die Idee der Jakobsmesse in Aufkirchen. Dank Pater Laurentius war die Verwirklichung auch heuer am Jakobusfesttag im Juli zum zweiten Mal möglich – vielleicht der Beginn einer schönen Tradition.
Wegweiser Denkmal in Leon - Ausschnitt
Ein Wunsch, den ich vom zweiten Teil des Jakobsweg im Herbst 2004 mitbrachte war, als Herbergsmutter zu arbeiten. Im April 2005 war es so weit: in Estaing und Conques in Frankreich – auf dem Weg zwischen Le Puy und den Pyrenäen. Mindestens 1500 km haben die Santiago-Pilger von dort aus noch vor sich – etwa 2 Monate. Die Pilger stapften in diesen kalten Apriltagen durch Schneeverwehungen auf der Hochebene von Aubrac, kämpften mit Hagel, Regen und Sturm. Meine älteste Pilgerin war 86 "und ½" Jahre alt, die jüngste gerade 18. Viele tiefe Gespräche, Tränen, Lachen, Begegnungen der besonderen Art haben an den Abenden in einer Herberge Platz. Ich habe sie alle in mein Herz schließen und sie auch alle jeden Morgen wieder ihrer Weg ziehen lassen können. Wenn sie – nach herzlicher Umarmung und einem Segenswunsch - mit dem Rucksack auf dem Rücken loszogen, stand ich in der Tür und schaute ihnen glücklich-berührt nach – oder winkte, wenn sie sich nochmals umdrehten. "Buen camino" bzw. "bon chemin" - jetzt waren sie unterwegs, ich blieb. Es ist gut, die beiden so unterschiedlichen Erfahrungen gemacht zu haben: einst selber unterwegs gewesen und dieses Mal Teil einer schützenden Herberge zu sein.
Kathedrale in Santiago de Compostela
Ich kann nur alle ermutigen, sich aufzumachen, sich einzulassen auf dieses Abenteuer der Selbsterfahrung und auf das, was noch hinter diesem Selbst zu erfahren ist.

 

Spanien - Jakobsweg nach Santiago de Compostela

 

 

Wegweiser Jakobsweg

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Erika Laurent • Martinsholzer Str. 18 • 82335 Berg-Aufkirchen • Telefon: 0 81 51 / 5 11 32 • E-Mail: info@erika-laurent.de